Verlassen zu werden, das kennt jeder, ist natürlich scheiße. Die Frau gar nicht erst zu kriegen... Ist noch doofer. Was bleibt, sind eingebildete Erinnerungen an das, was hätte sein können. Was tun, wie weitermachen, wie drüber hinwegkommen? Einen Song über die Vergötterte schreiben? Quatsch. Besser gleich eine ganze Band nach dem leider-nicht-Girlfriend benennen und sie auf diese Weise ganz bei sich behalten. So wurde Elisabeth Ecker zu
THE BETH EDGES
Youth is wasted on the young? Von wegen! Es ist schon ziemlich bemerkenswert, was Tobias Grünzweil (Voc, Guit), David Führer (Drums), Florian Palmsteiner (Bass) und Gabriel Wöginger (Guit) aus Linz da für eine Musik produzieren; auf ihrer ersten EPs "Time", "I Guess" und "Work Things Out" (VÖ Acute Music) und erst recht, wenn man sie auf eine Bühne schickt! Mann könnte meinen, die Band hätte schon jede große Bühne jenseits des Atlantiks und des Ärmelkanals bespielt. Sie selber sehen das gewohnt gelassen „Gute Lieder machen, eine tighte Band sein und dem Publikum mit Freude geben, was es, im Idealfall, hören will", so das Quartett ganz unprätentiös und frei von Koketterie zum Musikerdasein. Merklich beeinflusst von den Großen und Guten der jetzt doch schon länger diesseits und jenseits des Atlantiks stehenden Indie- und Gitarrenrockwelle, produziert die erst seit einem Jahr bestehende Band, mit ihrer unverkennbaren Kombination aus anzüglichen Discobeats, Retro-Gitarren und locker sitzendem Gesang, Ohrwürmer mit überraschendem Tiefgang. Klar, bei den Strokes dürften sie ein wenig genauer zugehört haben, und auch die Schritte der hysterisch tanzenden, aktuellen Brit-Bands haben The Beth Edges drauf - vom bloßen Kopieren sind sie dennoch ein ganzes Stück weit entfernt. Sehr erfrischend, das.